Bei der Feuerwehr Eben finden jeden zweiten Donnerstag um 19:30 Uhr Übungen und Schulungen statt.
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Es vergeht kaum ein Tag ohne Tätigkeiten bei der FF Eben am Achensee. Am heutigen Tag wurde, natürlich gemeinsam mit der FF Pertisau, der jährliche ÖFAST Test im Gerätehaus der FF Eben durchgeführt. Dieser jährlich verpflichtende Test, bestehend aus verschiedenen Stationen dient dazu, die Fitness bzw. Atemschutztauglichkeit aller Atemschutzgeräteträger zu überprüfen. Ein Dank gilt auch den Organisatoren und Helfern dieser Aufgabe.
Realitätsnahe Ausbildung: Feuerwehr Eben am Achensee übt LKW-Rettung
Am gestrigen Donnerstag führte die Freiwillige Feuerwehr Eben am Achensee eine intensive Übung im Bereich der technischen Menschenrettung durch. Im Mittelpunkt stand dabei ein anspruchsvolles und
vergleichsweise seltenes Einsatzszenario: ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Lastkraftwagen.
Zu Beginn absolvierten die Einsatzkräfte eine rund 15-minütige Theorieeinheit. Auf Grundlage aktueller Ausbildungsrichtlinien wurden die wichtigsten taktischen und sicherheitsrelevanten
Grundlagen aufgefrischt, um ein sicheres und effizientes Vorgehen im Ernstfall zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk galt dabei den spezifischen Herausforderungen bei Lkw-Unfällen, die sich in
vielen Bereichen deutlich von Einsätzen bei verunfallten Pkw unterscheiden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der medizinischen Komponente der Menschenrettung: Feuerwehrarzt Dr. Bernhard Spitzer erläuterte direkt am Übungsobjekt die Besonderheiten einer patienten- und
möglichst schonenden Rettung aus einem Lkw-Führerhaus.
Für die mehrstündige Ausbildung bot sich den Einsatzkräften eine seltene und besonders wertvolle Gelegenheit, da direkt an einer originalen Fahrerkabine trainiert werden konnte. Da derartige
Übungsobjekte nur schwer verfügbar sind, war das Interesse sowie die Motivation innerhalb der Mannschaft entsprechend groß.
Im mehr als zweistündigen Praxisteil wurden verschiedene Rettungstechniken intensiv beübt und realitätsnah durchgespielt. Ziel war es, den sicheren Umgang mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät
sowie das Arbeiten in ungewohnter Höhe weiter zu perfektionieren. Von der Schaffung von Versorgungs- und Rettungsöffnungen bis hin zur patientenschonenden Befreiung aus der deformierten
Fahrerkabine konnten sämtliche Arbeitsschritte unter möglichst realistischen Bedingungen trainiert und gefestigt werden.
Die Rettung von Menschen aus Notsituationen zählt zu den zentralen Aufgaben der Feuerwehr. Besonders herausfordernd gestalten sich Einsätze, bei denen Personen in Maschinen eingeklemmt sind. In
solchen Fällen stehen die Einsatzkräfte häufig vor komplexen technischen Anforderungen: Verbaute, gehärtete Materialien bringen herkömmliche Rettungsgeräte rasch an ihre Leistungsgrenzen. Zudem
erfordert die Befreiung der Betroffenen oftmals eine präzise und fachgerechte Demontage von Maschinenteilen – meist unter erheblichem Zeitdruck.
Neben den technischen Herausforderungen standen auch die medizinischen Aspekte im Mittelpunkt der Übung. Feuerwehrarzt Dr. Bernhard Spitzer vermittelte die richtige Vorgehensweise sowie
wesentliche Punkte bei der Erstversorgung schwer verletzter Personen.
Trotz der intensiven Ausbildung bleibt die Hoffnung, dass das Erlernte im Einsatzfall möglichst selten angewendet werden muss.
Zu einem fingierten Kellerbrand rückten an diesem Übungsabend die Mitglieder der FF Eben mit fünf Fahrzeugen und zahlreichen Mitgliedern aus.
Das zunächst nach Routine wirkende Szenario wurde wie im Realeinsatz abgearbeitet.
Eine Besonderheit bei dieser Übung war, dass die Kräfte auf echtes Feuer und die damit verbundenen Rauchgase trafen. Im Keller wurden die Brandherde gelöscht und eine Person gerettet, ein
plötzlich eingespielter Atemschutznotfall musste dann vom bereitstehenden Rettungstrupp abgearbeitet werden.
Den kulinarischen Abschluss gestaltete eine Jause von unserem Kameraden Wolli sowie eine Getränkespende eines jungen Motorradfahrers welchem wir im vergangenen Jahr im Zuge eines Verkehrsunfalls
helfen konnten. Vielen Dank dafür.
Zu einer Eisrettungsübung trafen sich an diesem Abend die Feuerwehren Eben und Pertisau sowie die Wasserrettung Schwaz/Achensee.
Das Südufer des Achensees hat sich durch die klirrende Kälte in einen Natureislaufplatz verwandelt, der zahlreiche Wintersportler und Spaziergänger begeistert.
Seit vielen Jahren sind dort spezielle Eisrettungsgeräte stationiert, um im Falle eines Einbruchs ins Eis rasch Hilfe leisten zu können. Auch wenn eine Eisrettung im Idealfall bereits durch
Ersthelfer durchgeführt wird, ist es für die Rettungsorganisationen rund um den Achensee unerlässlich, diese Techniken sicher zu beherrschen.
Nach der praktischen Abarbeitung verschiedener Übungsszenarien fand der Schulungsabend im Aufenthaltsraum der FF Eben einen kameradschaftlichen Ausklang.
